BrandalismEP

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BrandalismEP Freeload

die komplette Scheibe gibts HIER auf Bandcamp zum Runterladen

 

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OUT NOW: Brandalism EP / !Rufzeichen Records (!rec013)

Finally! Die erste Scheibe von S.P.I.R.I.T.U.S. ist draussen:
als freier Download über Soundcloud:
soundcloud.com/spiritusbrand
oder um 8Euro als CD im Shop von !Rufzeichen Records erhältlich.

Zu hören gibts unter anderem folgendes:

Mit der 9 Track starken EP BRANDALISM verpassen Karäil und Robert Prosser jenen Ambitionen eine hörbare Form, die im Bandnamen stecken, nämlich konsequent S.prachP.unkI.rreparablenR.apI.ndividualT.rashU.rbaneS.oundschieflagen abzuliefern.

Egal ob gekonnt geflowte Rhymes, geschrien skandierte Protestkaskaden, mystische Naturlyrik oder ekstatisches Liebeslied, S.P.I.R.I.T.U.S. textet so laut als möglich, schrammt haaresbreit am Experimental-HipHop vorbei und sorgt für Riots im Hirn. Kurz geschrieben: Die Zeit ist reif für Utopien – BRANDALISM bietet bereits jetzt den Soundtrack dazu.

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Neues Video: Farbenleere (BrandalismEP)!

rechtzeitig zum EP-Release das zweite Video, zum Track Farbenleere:

Innerhalb zweier Septembernächte in Wien aufgenommen, vom Donaukanal übern Heldenplatz bis an den Gürtel gejagt, unser besonderer Dank gilt daher: Dominik Schnaitl für Kamera, Cut und Produktion, Anonymus Austria für die großzügige Bereitstellung der Komparsen, den Wiener Linien für die Abriegelung der UBahn-Unterführung, sowie der sehr entspannten Haltung betreffs Explosionen. Derart viel braucht es, um ein ekstatisches Liebeslied durch die Linse zu kriegen, wer hätt’s gedacht.

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Give up Activism!

In Ausübung der kuratorischen Pflichten eines Weblogs sei bezüglich Occupy! auf folgenden 1999 veröffentlichten Artikel hingewiesen:

http://libcom.org/library/give-up-activism

schier ein Meilenstein fundierter Aktivismus-Kritik.

 

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soon…

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Das Zelt, die Maske und das Rhizom: Occupy London

Nachdem das Camp an den Stufen zur St. Pauls Cathedral per Gerichtsdekret in den Morgenstunden des 28. Februars  geräumt wurde, einige Betrachtungen zu Occupy London (beziehungsweise der angelsächsischen Herangehensweise an die Kunst des Protestierens, die in ihrer Effizienz etwa die österreichische Form des globalen Widerstands als aus Facebook-Intrigen, HuManWegs-Faschismen und Zeitgeist-Spuk zusammengestoppelte Farce wirken lässt), dessen Erscheinungsbild andren global verstreuten Brennpunkten dank auf Holzpaletten gebauten Zelten, einer wehenden Anonymus-Fahne und verstreuten Guy-Fawkes Masken ähnelt. Man drückt mir einen Flyer in die Hand, Ankündigung einer Veranstaltung mit Dozenten der Universität von Manchester, London und Wolverhampton, die konzentriert auf Deleuze`s und Guattari`s Theorie von der Realität als wucherndes Wurzelnestwerk – bzw.  sprich poststrukturalistisch: als Rhizom – über die heterogene, vielfältig chaotische Struktur Occupys diskutieren wollen.

Den Aufstand der 99% rhizomatisch am Seinsgrund zu packen ist kein schlechter Einfall, denn vordergründig mag diese Protestversion zeitgenössisch westlicher Prägung, wie schon der Name (bzw. mittlerweile wohl eher die Marke) verrät, eine Sache der Besetzung und damit des Ortes sein, in seiner Tragweite ist Occupy aber weder der Zucotti-Park, noch die St. Pauls Kathedrale oder der Platz vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, sondern verortet sich gleichsam überall anders, im Netz ebenso wie in der am Flyer genannten School of Ideas, einer Art provisorischem Thinktank, im Londoner Stadtteil Islington in ehemals schulischem Rahmen untergebracht.

Der Flyer wiederum wird dank Philosophen-Dropping und Guy Fawkes ein Beispiel dafür, wie Konzept und Artwork der Revolution eigne Insignien gebären, selbverklärend zurechtgepflanzte Occupy-Fabulationen, deren britische Auslegung ihre längste Zeit in Anbetracht dieser religiösen Merkmale des selbstschöpfenden Legendenlebens – ein Haufen Symbole, der das erklärt, was er selbst erschafft – passenderweise an der St. Pauls Kathedrale  verbrachte.

Als könnte man ein Zeltcamp vogelperspektiv betrachten entsteht ein von Deleuze vorausgesagter Bastard, die Guy Fawkes Maske übers alltägliche Gesicht geworfen: Popkulturelles Element, das sich nicht drum schert, was Warner Bros. als V-for-Vendetta Markeninhaber daran verdient, sowie die vage lächelnde, nicht durchschaubare und anonyme Visage eines stilisierten Attentäters, der, wie man es in der Novembernacht des alljährlichen Bonfires erzählt, als einziger Mensch das englische Parlament, bzw. dessen Keller, jemals mit ehrlichen Absichten (und mehr als zwei Tonnen Schwarzpulver) betreten hat, um nicht nur sämtlichen Parlamentsmitgliedern, sondern auch allen Bischöfen und Englands Hochadel einen Vorgeschmack des Höllenfeuers zu bieten.

Unweit des vormaligen Occupy-Camps, im Tower zu London, wurde Fawkes gefoltert und sprang als letzter Akt der Selbstbestimmung noch vorm Hochziehen der Schlinge vom Galgen, hinein in einem durch Genickbruch herbeigeführten Tod, aber ewig grinst er seither, wird innerhalb Occupys zur Submarke, die wiederum ein Eigenleben entwickelt, weiterwächst, bis ins Lächerliche wuchert und sich beispielsweise am Cover des Vice-Magazins wiederfindet, auf den Gesichtern zweier männlicher Modells in maßgeschneiderten Anzügen, die krampfhaft probieren, inmitten der Demonstranten (deren verlausteste Teilnehmer der Vice-Fotograf kalkuliert im Hintergrund platziert) eine verzweifelt anstößige Modenschau abzuziehen. Hohle Popkultur hoch zwei also, der entgeht, dass nicht nur das Stereotyp des dreadbelockten Globalisierungskritikers und Durchschnittskiffers, sondern auch Anzugträger und gemeine Besitzer eines I-Phones (ja, sogar diese) zur Bewegung gehören.

Vielleicht bündelt sich Occupy aber weniger in der Maske, als vielmehr im andren, gleichsam untrennbar damit verbundenem Erkennungszeichen, nämlich im Zelt, als Emblem des Nomaden, von Bedeutung im Sinne der Reise, nicht des Ortes. Durch Besetzung wird kein genauer Platz deklariert, sondern der Idee ein Körper verschafft, und die Nähe zur Londoner Börse mag noch so metaphorisch passend wirken, in erster Linie treibt die Suche nach Alternativen um.

Am Ende der Featherstone-Street steht nun die gesuchte Schule, ein besetztes, niedriges Gebäude hinterm blauen Zaun, und alle im Turnsaal versammelten Zuhörer, die schicken, tuschelnden Hipsters, die Obdachlosen, der grauhaarige Skater mit seiner kleinen Tochter, der Typ, der in Londoner Parks Haselnüsse pflückt und diese vor Einkaufstempeln als Naturgeschenk an Passanten verschenkt, oder die Frau aus der Nachbarschaft, Flyer für eine Demo gegen Sozialbudgetkürzungen in Islington verteilend, vereinigen sich unter Slogans a la  Reclaiming our Dignity, One Square at a Time oder Property is Theft. Der Grund hier oder in einem der beiden Camps (das zweite, nunmehr alleinige Occupy-Zentrum Londons findet sich im Finsbury-Square unweit der School of Ideas, ein kompakter Zelthaufen samt Volksküche, Bücherei und Gemüsebeeten) zu sein, liegt in der  Abwehr gegen die zunehmende Einflussnahme von Seiten der Konzerne (der Moment mutet geradezu historisch an, da keine Regierungen im Zentrum der Kritik stehen, sondern ihrer statt Unternehmen des Finanzsektors). Dank der School of Ideas, bzw. ihrem Vorgänger, der Bank of Ideas (kaum überraschend einer besetzten Bankfiliale untergejubelt) wurzelt der theoretische Aspekt für die Globalisierungskritik tiefer, verpasst dem anarchischem Nicht-Definierens Occupys einen halbwegs stabilen Gedankenrahmen, erinnert zugleich an die Unis vor Bachelor und Master (ich beziehe mich hier auf die vorgeschwärmte gute alte Zeit, selber kenne ich Universitäten wenn, dann nur im Umbruch, bzw. gänzlich als Endprodukt des Bologna-Prozesses) und praktiziert kreatives Weiterdenken, deren Kernaussage im Turnsaal wieder und wieder beschwörend repetiert wird: Nicht wer wir sind ist wichtig, sondern was wir wollen.

 

We name what we want.

Einer der Anwesenden, ein eifrig in den Laptop Diskussionsprotokolle tippender Anhänger Hare Krishnas, erzählt, wie befreiend es zu Beginn der Bewegung war, aus dem eng geschnürten sozialen Kontext raus zu treten, dem Korsett der Freundeskreise und Gesellschaftsschicht entkommen in ein neues Feld zu geraten, das von verschiedenen Personen mit verschiedenen Positionen verwirklicht wird. Über die vergangenen Monate entstand daraus aber eine Marke, die mit der Gretchenfrage nach der Authentizität einhergeht, in die Löwengrube der Identität stolpert, als Verräter, der im Gunpowder sitzt und dich beim Eintritt ins Zeltlager fragt: Are you in or are you out?

Interessanterweise entwickelt dieser Realness-Faktor besonders in Festland-Europa eine zweischneidige Dynamik, wie aus einem TAZ-Interview mit Mark Greif, einem der intellektuellen Begleiter von OWS, hervorgeht, der sich im Hamburger Ableger des Aufstands plötzlich mit einer Feststellung konfrontiert sieht, der zufolge jemand, der noch keine Nacht im Zelt verbrachte, nicht das Recht habe, über Occupy zu sprechen. Wobei sich selbstverständlich die Frage aufdrängt, welchen Sinn eine Bewegung haben soll, die sich nur durchs Zelten definiert und diese Form der Übernächtigung als alleiniges Authentizitätsmerkmal deklariert.

Die Verankerung in Kunst und wissenschaftlichem Diskurs, die dezidiert sozialen Projekte und die reflektierende Beschäftigung mit politischen Geschehnissen (siehe z.B. diesen Kommentar) lösen eine Dynamik aus, deren Forderungen klar nachzuverfolgen sind, selbst wenn die Zeltlager im grauen Zentrumsgedränge unterzugehen drohen, alles ist ein Statement, greifbare Ausformung des Protestes, ähnlich der Guy-Fawkes Maske ein Teil, Splitter einer Bewegung, die im Umfeld der n+1 – Redaktion eine von OWS inspirierte Zeitschrift zum freien Download anbietet (und zwar hier).

Das eher dem Buch denn der Frischluft zugeneigte Personal im Hintergrund, etwa David Graeber – einer jener, die noch vor der Besetzung des Zuccotti-Parkes im September 2011 die Taktik der Protestbewegung austüftelten und den Slogan der 99% prägten – macht transparent, wie gewissenhaft ein Programm entwickelt wurde, dass sich am gewaltlosen Widerstand im Sinne Gandhis orientiert. Graeber, der mit Debt – The first 5000 Years eine fundierte Studie zur Situation geschrieben hat, zeigt, dass es eben sehr wohl eine Art ideologisches Konzept gibt: das des Anarchismus, welches keine Partei, keinen Anführer benötigt, sondern aus der charakteristischen Offenheit Mechanismen entwickelt, die Machtsysteme beispielsweise auch in Form von Guttenplag in die Mangel nehmen können.

Das dezidiert Non-Violent Movement inkludiert verschiedenste Positionen, die sich streiten und aneinander reiben, wie in Graebers Antwort auf eine Polemik zum Schwarzen Block deutlich wird (publiziert in n+1, wo auch sonst; hingewiesen sei auf den Twist am Ende, der Gandhi in Beziehung zum Zivilterror setzt), und neben der Entscheidung für oder wider Gewalttätigkeit auch andre Problematiken erörtert, etwa das schleichende Verschwinden weiblicher Aktivisten aus der offiziellen Wahrnehmung Occupys, obwohl viele der TeilnehmerInnen einen ausgesprochen feministischen Hintergrund besitzen.

Die Gewaltbereitschaft wird auch in der School of Ideas eingehend behandelt, man betont, dass besonders in Großbritannien Gewalt von Seiten der Demonstranten ein Tabu bedeute, welches die Unterstützung der Bevölkerung mit einem Schlag vermindere, in Vorahnung der baldigen Räumung ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Gerade auf der britischen Insel raubt gegen den Staat gerichtete Gewalt einer Bewegung das Potential – dies wird, in andrem Zusammenhang, auch aus den Nachwehen der Riots sichtbar: Ohne die sozialen Miseren als mögliche Auslöser mitzukalkulieren werden pauschal Feindbilder stilisiert, von Verbrechern, die aus tristen Vorstädten hervor ihre Aggression gegen die arbeitende Mittelschicht und deren Symbole gerichtet hatten. Zwar weist sich mittlerweile, dass vielmehr ein aggressive Mischung sämtlicher Gesellschaftsschichten plündernd durch die Straßen zog, als Ergebnis wird aber etwa eine drakonische Strafe für einen 22jährigen Bewohner Manchesters als gerechtfertigt angesehen, dem als Delikt nur zwei Facebook-Postings vorzuwerfen sind, in welchen er zu Ausschreitungen aufrief, selber aber nicht daran beteiligt, bzw. von den allerorts montierten Kameras nicht erfasst worden war. Nichtsdestotrotz, zwei Statusmeldungen genügten, um diesen Jugendlichen im Oktober 2011 zu drei Jahren Gefängnis zu verurteilen.

Wie auch immer, schwierig ist es, von den Zweifeln abzulassen: Was sollen diese paar Zelte bringen? Die Beschäftigung mit Occupy London ermöglicht zumindest, die den Protesten seit vergangenem Herbst besonders medial aufgezwängten Oberflächlichkeiten von wegen fehlender Organisation zu durchbrechen. Es erscheint gewissermaßen als verzerrter „Generationskonflikt“ – selbst wenn sämtliche Altersklassen von 17 bis 89 demonstrieren, diese leidige Bezeichnung musste fallen, im Text gespiegelt, wie es zwischen den Zelten gesprochen wird: Es handelt sich um einen Konflikt zwischen verschiedenen Systemvorstellungen, wobei das Occupy-Konvolut zeitgemäß, sprich schwarmintelligent, wirkt, als Rhizom von Geist und Verständnis: Ein vernetztes Denken und Handeln. Jede einzelne dieser Aktionen wiederum braucht weder Anführer noch Partei, sondern nur die schiere Masse an Willen und Engagement, etwas, das den öffentlichen Diskursführern in Machtpositionen zuwiderläuft, die in ihrem Lebenslauf noch von Befehlsgebern und Anweisungen geprägt worden sind; hier die Karrierebahn der Alphamenschen, dort die Patchwork-Menge der Torrent-Codes, die keinen Unterscheid mehr macht zwischen WWW und öffentlichem Raum, denn die Handlungsweisen bleiben, egal ob im Kirchenhof oder online unter www.zeit.de/wir-die-netz-kinder, dieselben.

Auch wenn die Gefahr besteht, sich zu Teilen bereits bewahrheitet hat, dass Occupy von rechten Ideologien benützt wird, hätte die Bewegung niemals eine derartige Wirkung entfalten können, wäre sie nur auf eine Philosophie, einen Standpunkt festgelegt worden. In Anbetracht einiger Zelte – und oft stehen diese, wie in den weitläufigen Freiflächen des Zentrums Berlins, auf verlorenem Posten, oder wirken, wie in Kleinstädten von Innsbrucker Format, schier hoffnungslos -  sind die Ergebnisse, Ahnungen des Möglichen, enorm: Der öffentliche Raum ist mehr als instrumentalisierte Bewerbung der Freizeitgestaltung, mehr als eine alltägliche Bühne schwächlicher Eitelkeiten, die einzig zu Kaffeeplausch und Shopping taugt; in diesem öffentlichen Raum werden, wie Großbritannien und die USA vorführen, durch die Verschränkung von Theorie und Squatting Muster erdacht und verwirklicht, die den Glauben an politische Alternativlosigkeit als einschläfernde Lüge entlarven und zeigen, dass dem Einzelnen trotz postdemokratischer Verhältnisse Wege des Widerstandes zur Auswahl stehen.

ERRATUM: Gerade habe ich erfahren, dass nicht nur der Platz vor der Kathedrale, sondern auch die School of Ideas geräumt und somit das von mir bestaunte kreative Weiterdenken beendet wurde. Oft handelt die Polizei schneller, als es die Metaebene wahrhaben will.

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Das Revoltenpotential zeitgenössischer Literatur: 20. – 21. März 2012

Ort / Gastgeber: Unabhängiges Literaturhaus Niederösterreich (ULNÖ)
3504 Krems/Stein, Steiner Landstraße 3

Da die Fähigkeit und der Wille zur politischen Kritik unter jüngeren AutorInnen einerseits abnehmen, es andrerseits für die Reaktion auf Missstände kaum ein relevantes Forum gibt, will diese Autorentagung eine Plattform intellektuell-literarischer Diskussion ermöglichen. Das Symposium versammelt dreizehn Schreibende aus verschiedenen Teilen Europas, die im Angesicht der Proteste von Madrid, Athen, Tel Aviv und London, während Sozialsysteme zerbrechen und mithilfe von Wirtschaftskrisen Ängste geschürt werden, die Möglichkeiten engagierter Literatur verorten.
Doch nicht nur Europa wird die Oberfläche angekratzt, auch den AutorInnen selbst, denn es stellt sich die Frage nach Verantwortung und Wirkungsradius von Literatur – vor allem im Non-Profit-Bereich, abseits des Marktgedankens. Ebenso ist zu hinterfragen, wie weit sich Bedingungen, Zugänge und Methoden des literarischen Handelns innerhalb des gemeinsamen europäischen Rahmens unterscheiden, welche Chancen und Risiken das www beinhaltet – hinsichtlich der eigenen Textdarstellung in neuen Kanälen und Entfaltungsräumen, und als Plattform des politischen Diskurses.
Die Veranstaltung beleuchtet damit nicht nur die Rolle der jüngeren Autoren in einer Situation des Umbruchs, sondern auch die Möglichkeiten zeitgenössischer Literatur, denn es ist an der Zeit, sich zu positionieren und das Spannungsfeld Kunst und Politik zu entern. Mit den beiden renommierten, in ihrem literarischen Diskurs eindeutig verfahrenden Autoren Juri Andruchowytsch und Robert Menasse, konnten zwei hochkarätige Stimmen gewonnen werden, die mit Statements und Diskussionsbereitschaft ihre Beiträge zu diesem Symposium zur Verfügung stellen.

Mit: Noemi Kiss (Ungarn), Michal Hvorecky (Slowakei), Sophie Reyer (Ö), Magda Woitzuck (Ö), Finn-Ole Heinrich (Deutschland), Barbi Markovic (Serbien), Christoph Simon (Schweiz), Martin Fritz (Ö), Anna Weidenholzer (Ö), Lorenz Langenegger (Schweiz), Stefan Schmitzer (Ö), Tanja Maljartschuk (Ukr)

Initiator: Robert Prosser

Ablauf

Dienstag, 20. März 2012

Riots im Gläsernen Käfig: Europa, literarisch provoziert

14 Uhr: Eröffnung, Vorstellung der Beteiligten
14:30: Impulsreferat Juri Andruchowytsch
15.00: Ein Blick in die toten Winkel der Demokratie
20:00: Die Showrandale zur Revolte (Kurzlesungen, KONZERT VON KARÄIL, AN DEN DECKS: DJ WATZMANN!)

Mittwoch, 21. März 2012

Generation Digital Natives: Hinterm Avatar liegt der Kurzschluss

13:00 Neue Medien: Demokratisierung, Banalität und Überwachung
15:30 Möglichkeiten einer politischen Poetik
20:00 Abschlussdiskussion mit Robert Menasse

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nächste SPIRITUS-Performance…

… am 06. Februar 2012 // Galerie “die Ausstellung” // Laudongasse 44, 1080 Wien

19:30, Eintritt frei

www.dieausstellung.at

 

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gradewegs dem Thinktank entsprungen:

Bandemblem / Standartenlogo

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